Neue Beziehung zwischen Landwirt und Bank

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Die Bank muss genauso wie die Beratung laufend in alle Entscheidungsprozesse des wachsenden landwirtschaftlichen Betriebes eingebunden werden. Zudem muss sie nach Ansicht von Rupprecht Freiherr von Reitzenstein, Landwirt aus dem bayerischen Issigau, Teil eines Planungs- und Kontrollsystems sein. "Nur so ist Wachstum und seine Finanzierung sicher möglich", sagte Reitzenstein heute auf der DLG-Wintertagung in Berlin. Die klassische Bank-Kunden-Beziehung "was die Bank von mir bekommt, bestimme ich", hat seiner Meinung nach ausgedient. Sie zeichne sich heute und künftig noch stärker durch hohe Transparenz, Verlässlichkeit der Berichtssysteme und laufende Feinabstimmung zwischen Bank und Landwirt aus. Dr. Rüdiger Fuhrmann, Nord LB Hannover, hob in Berlin aus Sicht der Banken insbesondere den Aspekt der Informationsbereitschaft des Kreditnehmers vor. "Wenn die Banken damit ein Problem haben, werden sie solche Kunden aussondern", so Fuhrmann. Wettbewerbs- und entwicklungsfähig zu sein, reiche nicht mehr aus. Der Landwirt müsse dies auch belegen können. (Sz)
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