Neue Biogasanlage in Soltau

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Die größte mit nachwachsenden Rohstoffen betriebene Biogasanlage Deutschlands baut die Fritz Köster Handelsgesellschaft AG, Hamburg, in Soltau. Dort werden über die Tochtergesellschaft Protein und Energie Soltau GmbH (ProEn) rund 11.Mio. € investiert und nach vollständiger Inbetriebnahme rund zehn Mitarbeiter beschäftigt. Die anfallende Wärme wird zur Trocknung von Zellwänden von Hefezellen genutzt. Diese werden durch die Trocknung zu einem wertvollen Handelsfuttermittel mit 95 Prozent Trockenmasse umgewandelt, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe.

Wenn im August die Anlage vollendet sein wird, haben die Generatoren eine Leistung von 4,2 MW. Jährlich werden in der Anlage 110.000 t Rohmasse verwertet, wovon Maissilage mit 50.000 t den größten Anteil einnimmt. Für die Belieferung mit Maissilage wurden Anbau- und Lieferverträge mit 50 Landwirten in der Region abgeschlossen. Die Reststoffe gehen nach der Entwässerung als Düngemittel in die Landwirtschaft zurück. Durch die thermische Nutzung und den ausschließlichen Einsatz von Nawaro erhält die ProEn statt der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgesehenen Basisvergütung von 8,9 Ct/KWh etwa 15,0 Ct/KWh. (Ps)

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