Neue EU-Richtlinie für Kleinkläranlagen betrifft auch Landwirte

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Nach einer neuen EU-Richtlinie müssen etwa 1,4 Mio. Haushalte, die nicht an eine öffentliche Kläranlage angeschlossen sind, bis spätenstens 2005 ihr Abwasser mit einer Kleinkläranlage selbst reinigen. Davon seien auch landwirtschaftliche Betriebe betroffen, teilt das Unternehmen Agintec, Rheinberg, in einer Pressenotiz mit. Auf private Hausbesitzer, Gewerbetreibende und Landwirte im ländlichen Außenbereich kommen laut Agintec deshalb erhebliche Kosten zu. Diese seien aber weniger auf das Klärsystem an sich als auf die damit verbundenen Tiefbauarbeiten sowie die Beseitung des gereinigte Abwassers zurückzuführen. Zusätzlich zu den Kosten würden für die Betreiber noch Kontroll- und Überwachungspflichten anfallen, wie z.B. wöchentliche Eigenkontrollen sowie die Pflicht zum Abschluss eines Wartungsvertrages inklusive der Entnahme von Wasserproben. Bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Verletzung der Abwasserbeseitungspflichten reichen die gesetzlichen Sanktionen laut Agintec von Bußgeldern bis hin zu Freiheitsstrafen in schwerwiegenden Fällen. Aus diesem Grund bietet die Agintec einen Leitfaden mit dem Titel "Vom Hausbesitzer zum Klärmeister" an, der das notwendige fachliche und rechtliche Wissen zum Betreiben eine eigenen Kleinkläranlage vermitteln soll und gegen eine Schutzgebühr bezogen werden kann. Weitere Informationen gibt es unter www.agintec.de. (ED)
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