Forschung

Neue Erkenntnisse für gesunde Bienen

Die Forscher haben Schlüsselgene identifiziert, die bei Honigbienen an der Abwehr von Krankheiten beteiligt sind. Die neuen Erkenntnisse ermöglichen weitergehende Studien zur Gesundheit von Honigbienen. Sie könnten dabei helfen, künftig Honigbienen zu züchten, die widerstandsfähiger gegen Viren und Parasiten sind. Die Studie entstand im Rahmen einer internationalen Arbeitsgruppe am Forschungszentrum Idiv. Daran beteiligt war unter anderem die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Erschienen ist sie jetzt im Fachjournal BMC Genomics.

Neue Generation von Honigbienen

„Im letzten Jahrzehnt haben die Bestände an Honigbienen schwere Rückgänge in der gesamten nördlichen Hemisphäre verzeichnet – hervorgerufen hauptsächlich durch Krankheiten wie Pilze und Viren“, sagt Dr. Vincent Doublet, der am Synthesezentrum Sdiv des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (Idiv) die Arbeiten koordiniert hat. „Die Gene, die wir identifizieren konnten, bieten die Chance für eine neue Generation von Honigbienen, die künftig resistent gegen diese Krankheitserreger sein könnte.“

Den Wissenschaftlern zufolge haben jüngste Fortschritte in der DNA-Sequenzierung zahlreiche Untersuchungen von Genen ermöglicht, die an der Immunabwehr von Honigbienen gegen Krankheitserreger beteiligt sind. Diese große Menge an Daten war jedoch bisher zu umfangreich und speziell, um umfassende Muster in der Immunabwehr von Honigbienen entdecken zu können. „Viele Studien haben genetische Ansätze genutzt, um zu verstehen, wie Bienen auf Viren und Parasiten reagieren. Allerdings war es bisher schwierig, diese Studien untereinander zu vergleichen, um die Schlüsselgene und –prozesse herauszufinden, die den Bienen helfen, die Erreger zu bekämpfen“, sagt Prof. Christina Grozinger, Direktorin des Zentrums für Bestäuberforschung an der Penn State University in den USA. „Unser Team schuf ein neues Bioinformatikwerkzeug, das uns ermöglichte, Informationen von 19 verschiedenen genetischen Datensätzen zu verarbeiten, um die Schlüsselgene zu identifizieren, mit denen Honigbienen auf Krankheiten reagieren.“ (mrs)



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