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Einer neuen britischen Studie zufolge soll der die Rinderseuche BSE verursachende Erreger auch durch scheinbar gesunde Tiere verbreitet werden und möglicherweise auch auf den Menschen übertragbar sein. Wie der Informationsdienst AIZ, Wien, mitteilt, wird die Studie von Experten der Europäischen Union (EU) geprüft. "Wir tragen allen neuen Erkenntnissen Rechnung und betrachten die Studie als wichtigen Beitrag dazu, um die BSE-Gefahr so niedrig wie möglich zu halten", erklärte am Dienstag eine Sprecherin der EU-Kommission in Brüssel. Sie verwies darauf, dass der Ständige Veterinärausschuss der EU, dem Experten aus den 15 EU-Staaten angehören, sich regelmäßig mit den neuesten Forschungserkenntnissen auf dem Laufenden halte. "Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse werden in unsere Gesundheitspolitik mit eingebracht", erklärte sie. Die Gefahr für den Menschen werde ohnehin geringer, wenn am 1. Oktober verschärfte Maßnahmen in Kraft treten, bei denen Risikomaterial wie Gehirn, Rückenmark und andere Gewebe mit möglicherweise hoher BSE-Infektiösität aus der Nahrungskette ausgeschaltet werden müssen, so die Sprecherin. Außerdem gebe es weiterhin strenge Vorschriften für den Export von britischem Rindfleisch. (ED)
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