Ditylenchus

Neue Fälle der Rübenkrankheit


Die Ditylenchus-Rübenkopffäule breitet sich weiter aus. Das meldet der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ). Demnach wurde die Pflanzenkrankheit in den vergangenen Wochen in bisher noch nicht bekannten Regionen nachgewiesen. Betroffen ist nach jetzigem Stand vor allem das Rheinland. Dort verzeichnet der LIZ neue Fälle in Elsdorf-Thorr, im Raum Erftstadt, Vettweiß und Merzenich.

„Die Entwicklung ist bislang zwar noch nicht dramatisch, Landwirte sollten aber wachsam bleiben“, heißt es beim LIZ. Es sei zudem durchaus denkbar, dass im Zuge der Rübenkampagne weitere Fälle auftreten.

Weiße Pusteln und Risse am Kopf

Die Ditylenchus-Rübenkopffäule verursacht Ertragsrückgänge, schmälert den Saccharosegehalt der Rüben und wirkt sich generell negativ auf die Qualität aus. Verursacht wird der Schaden durch freilebende Nematoden, die sich in einem kühl-feuchten Frühjahr besonders gut entwickeln. Typische Merkmale sind zunächst weiße Pusteln, später dann tiefe Risse am Kopf, eine innenliegende Fäule und ein starker alkoholischer Geruch.

Da es keine zugelassenen Nematizide gibt, lässt sich Ditylenchus nicht bekämpfen, erläutert der LIZ auf Anfrage von agrarzeitung.de. Landwirte können zur Vorbeugung aber zu widerstandsfähigen Sorten greifen.
 
Der LIZ hat den Ditylenchus-Befall auf einer Karte dokumentiert. In einer Broschüre klärt der Informationsdienst über die Krankheit auf und erläutert Maßnahmen bei Befall. (pio)
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