Neue GVO-Zulassungsregeln in 2001 zu erwarten

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Antibiotikaresistente Markergene sollen langfristig nicht mehr in gentechnisch veränderten Organismen (GVO) verwendet werden. Darauf haben sich das Europäische Parlament (EP) und der Ministerrat in dieser Woche in Brüssel verständigt. Für GVO, die für den Markt bestimmt sind, soll es eine Frist für das Auslaufen der antibiotikaresistenten Markergene bis Ende 2004 geben. Es wird befürchtet, dass diese Markergene in die Umwelt gelangen könnten, und dadurch den Antibiotikaeinsatz in der Humanmedizin erschweren. Eine Haftungsregel soll nicht mit in die Freisetzungsrichtlinie für GVO (90/220/EDW) aufgenommen werden. Stattdessen verständigten sich das EP und der Rat im Vermittlungsverfahren darauf, dass die Kommission im kommenden Jahr einen Vorschlag für die Umwelthaftung für GVO machen soll. Bis Ende des Jahres wollen das EP und der Rat ihre noch ausstehenden Kontroversen über eine neue Freisetzungsrichtlinie klären, im Laufe des kommenden Jahres könnte es deshalb neue Regeln für die Zulassung von GVO geben. (Mö)
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