Neue Kriterien für benachteiligte Gebiete

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Die Kriterien zur Bestimmung von benachteiligten Gebieten in der Landwirtschaft sollen überarbeitet werden. Aus bisher 100 verschiedenen Definitionen von Flächen mit eingeschränkten Produktionsmöglichkeiten sollen nur noch 8 übrigbleiben. Dies sieht die EU-Kommission vor, die am Dienstag in Brüssel eine Mitteilung vorlegen wird. In Deutschland sind rund die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche benachteiligte Agrarzonen. Die Flächen in den Mittelgebirgen und die sandigen Böden in Brandenburg gehören dazu, die mit Prämien von 25 €/ha bis 180 €/ha bezuschusst werden. Der Europäische Rechnungshof hatte beklagt, dass die Kriterien zu unübersichtlich seinen und die Landwirte in der EU deshalb möglicherweise ungleich behandelt werden. Die neuen Kriterien führten kaum zu größeren Verschiebungen der förderfähigen Gebiete, meint die Kommission, würden das System aber vereinfachen. Sie will aber zusammen mit den Mitgliedstaaten in den kommenden 6 Monaten die Folgen der neuen Kriterien abschätzen und dann erst Gesetzesvorschläge machen. (Mö)
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