Neue MAT-Rezepturen wenig problematisch

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Seit dem 1. Dezember 2000 ist in Deutschland die Verfütterung von Milchaustauschern (MAT), die tierische Fette enthalten, verboten. Als Ersatz für tierische Fette finden nun vor allem Kokos- und Palmöle Verwendung in Milchaustauschern. Nach Aussage der Hersteller gegenüber der Agrarzeitung Ernährungsdienst gestaltete sich insbesondere im Dezember 2000 die Beschaffung dieser Rohstoffe schwierig. Der unvorhersehbaren starken Nachfrage standen nur begrenzte Raffineriekapazitäten gegenüber, so dass die Preise für aufbereitete pflanzliche Fette deutlich anstiegen. Diese Entwicklung vollzog sich unabhängig davon, dass auf dem Weltmarkt pflanzliche Fette in ausreichender Menge vorhanden sind und die Preise seit Wochen fallen. Inzwischen habe sich die Beschaffungssituation weitgehend stabilisiert, heißt es von Seiten der Hersteller.
Die Verträglichkeit von pflanzlichen Fetten als Ersatz für tierische Fette in Milchaustauschern ist überwiegend gut. Weder bei der Aufzucht noch bei der Kälbermast haben Kunden von entscheidenden Problemen mit den neuen Rezepturen berichtet, so das Gros der Hersteller. Ob die Substitution die Leistungen, etwa die Tageszunahme und die Schlachtkörperqualität, beeinflusst, könne erst zu einem späteren Zeitpunkt beurteilt werden. (js)
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