Phosphat

Neue Methoden zur Rückgewinnung


Bereits in den vergangenen 30 Jahren ist die weltweite Nachfrage nach phosphathaltigen Düngemitteln um rund 30 Prozent gestiegen. Vor allem die Schwellenländer haben den Düngemitteleinsatz stark erhöht, während die Nachfrage in den EU-Ländern und der ehemaligen Sowjetunion von einem Bedarf auf 4 Mio. t 2012 stark zurückgegangen ist. 

Damit kam es seit 2008 zu einem enormen Preisanstieg, der die ernsthafte Lage beim Phosphor unterstreicht. Die Preise von Rohphosphat stiegen auf das Zehnfache an, beim Phosphatdünger Diammoniumpfosphat (DAP) verfünffachte sich der Preis. „Durch die Düngung, die Entsorgung über Klärschlamm oder Vernichtung von Lebensmitteln oder Schlachtabfällen wird wertvoller Phosphor einfach verschwendet und nicht in den Kreislauf zurückgeführt. 

In dieser Woche treffen sich Wissenschaftler zum Phosphorcampus. Sie fordern eine bessere Ressourcennutzung. Wird Phosphor aus Klärschlamm gewonnen, seien weniger Importe notwendig und der Phosphorabbau würde verringert werden. Auch das Phosphorreduzierungspotential von Kläranlagen könne nach Ansicht der internationalen Wissenschaftler einen großen Beitrag zur Verminderung von Nährstoffeinträgen in die Gewässer leisten. (da)
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