Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat jetzt Vorschläge zur Novelle der Düngemittelverordnung ab 2014 vorgelegt. Für Gärreste gelten dann Obergrenzen.

Festlegungen von Düngungsobergrenzen, wie sie in anderen EU-Staaten wie etwa Dänemark oder den Niederlanden gelten, seien dagegen für einen heterogenen Flächenstaat wie Deutschland nicht zielführend, heißt es weiter in dem Bericht, den eine Arbeitsgruppe des Bundeslandwirtschaftsministeriums erstellt und dessen Ergebnisse das Thünen-Institut in Braunschweig heute veröffentlicht hat.

In Betrieben mit Böden, die gut mit Phosphor versorgt sind, soll künftig kein P-Überschuss mehr erlaubt sein, geht weiter aus dem Bericht hervor. Bisher gibt es kein bundesweit abgestimmtes Vorgehen bei Überschreitung der maximalen Nährstoffsalden für N und P. Bei Überschreitung solle künftig eine Beratungspflicht bestehen.

Die für Stickstoff aus tierischen Ausscheidungen geltende Ausbringungs-Obergrenze von 170 kg N/ha soll auf alle organischen Düngemittel angewendet werden, insbesondere auch auf Gärreste pflanzlicher Herkunft. In Ausnahmefällen kann die Obergrenze bislang unter bestimmten Bedingungen erhöht werden („Derogations-Regelung“). Die Arbeitsgruppe hat keine konkreten Vorschläge zur Fortschreibung dieser Regelung vorgelegt. (az)
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