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Die Listenpreise für Oktober sind von den Düngemittelproduzenten um 1,50 DM/dt für KAS und um 2,50 DM/dt für NPK gegenüber September angehoben worden. Marktteilnehmer hatten eigentlich mit einem höheren Preissprung gerechnet, so eine Umfrage von AgroOnline. Auch nach dieser Preisanhebung liege das Preisniveau für N-Dünger in Deutschland unter dem von europäischen Nachbarländern. Dadurch werde dem deutschen Markt weiterhin Ware entzogen, nach der dringend Nachfrage bestehe. Für viele Produzenten ist es preislich attraktiver, Ware in Länder wie Frankreich oder Irland zu liefern. Die von der Industrie zugeteilten Mengen an KAS und NPK sind für Oktober gegenüber September nochmals zurückgenommen worden. Ursache dafür sind neben den Kapazitätsstilllegungen in den vergangenen Monaten Betriebsausfälle im BASF-Werk in Ludwigshafen, das unmittelbar an die Anlage in Antwerpen gekoppelt ist (Verbundproduktion). Zu diesem Produktionsausfall kommt ein weiterer im Werk Schwedt, so dass nochmal Mengen an KAS und NPK fehlen. So ist die Fertiva GmbH, Limburgerhof, die den Alleinvertrieb der Düngemittel von BASF inne hat, nach eigenen Angaben bei Mehrnährstoffdüngern wie NPK bis Dezember ausverkauft. Es werden keine Aufträge mehr angenommen. Auch aus Osteuropa kommt nur wenig Ware nach Deutschland. Unter anderem sind hierfür die Niedrigwasserstände der Elbe und Oder verantwortlich. (da)
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