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Neue Wolken türmen sich über die Zukunft des letzten Kaliproduzenten Nordthüringens, die Deusa Solbergwerke & Aufbereitungs GmbH Bleicherode. Wie jetzt bekannt wurde, ist der mit der Londoner Unternehmensgruppe Siem Industries abgeschlossene Kaufvertrag vom Mai 2001 noch nicht in Kraft getreten. Die Deusa war Anfang Februar 2001 in Insolvenz geraten. Siem wollte die Produktion weiterführen und alle 97 Beschäftigten und die vier Lehrlinge der Deusa übernehmen.

Der Insolvenzverwalter, Carsten Bloß, stellte einen Antrag auf Kurzarbeit. Ursache für das Dilemma sind nach Angabe von Bloß Probleme mit dem "Antrag auf ordnungsgemäße Verwahrung von Altlasten". Die SPD- Landtagsabgeordnete, Dagmar Becker, hatte dem Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, in dieser Sache ein schlechtes Krisenmanagement vorgeworfen. Das dem Land unterstehende Bergamt und die Alteigentümer hätten sich jahrelang davor gedrückt, sich um die ordnungsgemäße und vollständige Verwahrung der Altlasten aus den vergangenen Jahren zu kümmern. (Bm)
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