Der Streit zwischen Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen (CDU) und der Tierschutzorganisation Peta geht weiter.  In den nächsten Wochen werden sich vermutlich auch die niedersächsischen Staatsanwaltschaften in Hannover und Oldenburg mit dem Thema beschäftigen. Nach Informationen der Tierrechtsorganisation Peta Deutschland e. V. sollen die Staatsanwaltschaften Hannover, Oldenburg und Neubrandenburg offiziell gegen Astrid und Garlich Grotelüschen ermitteln. Laut Peta wird der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen die Abgabe falscher Eidesstattlicher Versicherungen vorgeworfen (Az: 132Js23680/10) und dem Geschäftsführer der Mastputenbrüterei Garlich Grotelüschen Beihilfe zur Tierquälerei und Abgabe falscher Eidesstattlicher Versicherungen (Az: 132Js23682/10).

Die Einleitung eines offizellen Ermittlungsverfahren wurde bislang von den Staastanwaltschaften Medienberichten zufolge nicht bestätigt, da mitunter die Akten noch nicht eingetroffen seien. Erst danach werde entschieden, ob ein Ermittlungsverfahren aufgenommen werde. Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert, dass die Beteiligten am Putenmastskandal die Aufklärung der Tierquälereien bis heute gezielt behinderten und jegliche Verantwortung abstritten. 

Hintergrund ist, dass Peta mit Filmaufnahmen aus Putenmastbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern, die mit der Mastputenbrüterei von Garlich Grotelüschen zusammenarbeiten, Verstöße gegen den Tierschutz belegen will. Die Aufnahmen wurden von der ARD im "Report Mainz" im August ausgestrahlt.  (az)
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