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Nach dem Scheitern der WTO-Gespräche in Seattle will WTO-Generaldirektor Mike Moore so bald wie möglich eine neue Ministerkonferenz anberaumen. In einem Pressetext der WTO heißt es, dass sich die Verhandlungspartner in vielen wichtigen Bereichen angenähert hätten. Die Erfolge dürften nicht preisgegeben werden. Moore zeigt sich optimistisch, dass ein Ergebnis in greifbarer Nähe sei. Verhandlungsteilnehmer in Seattle hielten es jedoch für sehr unwahrscheinlich, vor der turnusmäßigen WTO-Ministerkonferenz 2001 in Singapur die Staaten zu einer weiteren Verhandlungsrunde zu bewegen. Vor allen wegen der im nächsten Jahr anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA sei dies kaum möglich. Für das Scheitern der Gespräche in Seattle machten sie vor allem US-Präsident Bill Clinton verantwortlich. Dieser hatte in einem Interview bei Beginn der Konferenz geäußert, dass die Nichteinhaltung von Sozialstandards auf jeden Fall sanktioniert werden müsse. (Pa)
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