Der Ölrettich Angus erzielte eine bislang nicht erreichte Kombination von besten Einstufungen bei Nematodenreduzierung (Rübenzystennematoden und Wurzelgallennematoden/Meloidogyne chitwoodi) und schneller Anfangsentwicklung. Angus unterdrückt effizient Unkräuter, die potentielle Wirtspflanzen für die Nematoden darstellen könnten. Frohwüchsig, gesund und mit mittelspäter Blüte bildet Angus viel zusätzliche organische Masse zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit. Die intensive Durchwurzelung mit ausgeprägter Pfahlwurzel reduziert nicht nur die Bodenschädlinge, sondern fördert zusätzlich die Bodenstruktur und den Luft- und Wasseraustausch.

Bei Gelbsenf konnten gleich drei Sorten neu zugelassen werden: Die Sorten Clint und Katina sind beide resistent gegen Rübenzystennematoden mit der Note 2. Mit schneller Beschattung und langer vegetativer Wachstumsphase ergänzen sie das bestehende Portfolio für die biologische Nematodenbekämpfung.

Mit dem konventionellen Gelbsenf Classic steht eine neue Zwischenfruchtsorte zur Verfügung, die eine hohe Saatzeitflexibilität durch hervorragende Anfangsentwicklung und geringe Blühneigung bietet. Zusammen mit den geringen Ansprüchen an Aussaat und Boden, der Trockenheitstoleranz und der Frohwüchsigkeit bietet Classic so dem Praktiker weitere wertvolle Anbauvorteile, teilt die Saaten Union mit.

Die vier Neuzulassungen befinden sich aktuell im Vermehrungsaufbau und können in Zukunft über die Saaten-Union bezogen werden. (az)
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