Neuer Auftrieb für die US-Weizenpreise

1

Einen weiteren Schub haben die Weizenpreise an den US-Börsen von der heute veröffentlichten Schätzung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA erhalten. Nach diesen Zahlen ist die weltweite Weizenproduktion 2003/04 mit nur rund 548 Mio. t noch etwas niedriger ausgefallen als vor einem Monat geschätzt. Dem gegenüber steht ein weltweiter Verbrauch von fast 586 Mio. t, also ein rechnerisches Produktionsdefizit von 38 Mio. t. Zwar lagen die weltweiten Vorräte nach USDA-Schätzung zu Beginn des Wirtschaftsjahrs mit fast 164 Mio. t auf einem noch bequemen Niveau, ein Abbau um 38 Mio. t auf 126 Mio. t bedeutet jedoch eine Schmerzgrenze, es sei denn, die Vorräte würden im kommenden Wirtschaftsjahr wieder deutlich aufgefüllt. In diesem Zusammenhang ist auch der Vorschlag der EU-Kommission zu sehen, zur Ernte 2004 in der EU den Flächenstilllegungssatz zu halbieren. In den kommenden Monaten ist dagegen keine nachhaltige Entspannung der engen Versorgungssituation am weltweiten Weizenmarkt absehbar. (db)
stats