Schleswig-Holstein

Neuer Geflügelpestvirus nachgewiesen

Für Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck zeigt der Befund, wie dynamisch die Geflügelpest ist. Das Virus sei weiterhin aktiv und es verändere sich. Auch der neue Subtyp sei hochaggressiv. Am zuerst betroffenen Standort sei mit rund 3800 Tieren mehr als die Hälfe der Puten binnen 48 Stunden gestorben. Alle anderen Tiere hätten die gleichen klinischen Symptome gezeigt.

Nach Angaben des Kieler Landwirtschaftsministeriums sind zwei Standorte des Putenmästers im Landkreis Steinburg seit dem Wochenende betroffen. Mit der Keulung der insgesamt rund 18 400 Tiere wurde bereits gestern begonnen und die entsprechenden Sicherheits- und Beobachtungszonen eingerichtet. Damit unterscheiden sich die Biosicherheitsmaßnahmen nicht vom bisherigen Vorgehen bei H5N8-Fällen.

Mischvirus erstmals im Hausgeflügelbestand

Dem Kieler Agraressort zufolge wurde der Erreger des Subtyps H5N5 erstmals in einem Hausgeflügelbestand in Europa nachgewiesen. Nach Einschätzung des FLI handelt es sich um ein Mischvirus, das heißt ein sogenanntes reassortiertes Influenzavirus auf der Basis des ursprünglichen Typs H5N8. Solche Mischviren entstehen, wenn in einem infizierten Tier mehrere Virussubtypen zeitgleich auftreten und diese bei ihrer Vermehrung Erbmaterial austauschen. Bisher wurden weltweit keine Fälle von Infektionen mit H5N5 beim Menschen beobachtet. (mrs)
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