Neuer Modus für Rinder-Herauskauf Mitte Mai

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Das derzeit praktizierte Herauskaufprogramm für Rinder über 30 Monate wird in Deutschland voraussichtlich noch bis zum 18. Mai angewendet und dann durch das neue Herauskaufprogramm abgelöst. Dies teilte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Frankfurt a. M., auf Anfrage der Agrarzeitung Ernährungsdienst mit. Zunächst war geplant, dass das neue Programm bereits ab kommenden Montag gilt und das angelieferte Fleisch somit nicht mehr verbrannt werden muss, sondern verwertet werden kann.

Das neue Programm muss ab dem 1. Juli EU-weit angewandt werden, kann aber auf Antrag schon früher beginnen. Dies strebt unter anderem Deutschland an, damit möglichst wenig Fleisch verbrannt werden muss, heißt es seitens des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BML), Bonn. Eine Voraussetzung für einen vorzeitigen Start ist der Nachweis ausreichender BSE-Testkapazitäten. Da das BML von den beiden Herstellern der Tests Prionics und Biorad noch keine offizielle Garantie dafür bekommen hat, dass Testsubstanzen ständig in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, kann der Nachweis über die Testkapazitäten noch nicht beim Verwaltungsausschuss Rindfleisch in Brüssel eingereicht werden, so ein Sprecher des Ministeriums. Dies soll am 4. Mai geschehen, so dass für den 18. Mai, wenn der Verwaltungsausschuss das nächste Mal tagt, eine Ermächtigungsverordnung für das neue Programm erwartet wird. (js)
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