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In Deutschland waren im vergangenen Wirtschaftsjahr 2002/03 insgesamt 347 Mühlen meldepflichtig, nach 345 Betrieben ein Jahr zuvor. Mit diesem Anstieg der Melder wurde nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Bonn, ein seit 20 Jahren kontinuierlich verlaufender Trend gebrochen. Auch hinsichtlich der Getreidevermahlung fiel die abgelaufene Saison aus dem Rahmen. Mit insgesamt 7,93 Mio. t Getreide (Weichweizen, Roggen, Hartweizen) wurde ein neuer Höchststand verzeichnet.

Die seit Jahren relativ konstante Verteilung der Mühlenstandorte auf die Bundesländer besteht weiter. Etwa die Hälfte aller in Deutschland meldepflichtigen Mühlenbetriebe haben ihren Standort in Bayern und Baden-Württemberg. In diesen Bundesländern waren insgesamt 171 Mühlen meldepflichtig. In Sachsen und Thüringen befinden sich 44 meldepflichtige Betriebe; im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Hessen weitere 46 Mühlen. In der südlichen Hälfte Deutschlands, die in ihrer historischen Entwicklung durch die Realteilung in der landwirtschaftlichen Erbfolge geprägt ist, stehen mit 261 Betrieben 75 Prozent aller deutschen Mühlen. In den nördlichen Bundesländern sind 86 Mühlen meldepflichtig. Die durchschnittliche Jahresvermahlung aller Mühlen in Deutschland ist laut BLE gegenüber dem Vorjahr um 336 auf 22.863 t gestiegen. (ED)

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