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An der Amsterdamer Terminbbörse AEX sollen der bisherige Terminkontrakt auf lebende Schweine ab Freitag dieser Woche durch einen Future auf Schlachtschweine ersetzt werden. Die Ware wird außerdem nicht mehr physisch lieferbar sein. Die Kontraktänderungen sei notwendig geworden, weil lebende Schweine nur noch 10 Prozent des Großhandelsumschlag ausmachten, erklärt Norbert Stenmanns vom Maklerunternehmen Agrikon, Köln. Zudem sei der Handel mit lebenden Schweinen aus hygienischer Sicht problematisch. Die Börse eröffnet den Handel mit Schlachtschweinen zum Liefermonat Mai. Weitere Erfüllungsmonate werden Juni, Juli, September und Dezember 2000 sein. Die jetzt gehandelten Termine auf lebende Schweine werden bis zum Ende ihrer Laufzeit beibehalten. Mit dem Verzicht auf die Andienungsmöglichkeit führt die Amsterdamer Börse ein sogenanntes cash-settlement ein. Dieses wird bereits beim AEX-Ferkelkontrakt praktiziert. Wenn am Ende der Kontraktlaufzeit noch Positionen offen sind, ermittelt die Börse über eine Umfrage unter den 16 niederländischen Schlachthöfen einen Durchschnittspreis, zu dem dann alle offenene Positionen glattgestellt werden. (ts)
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