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Fünf Jahre nach Bestätigung des ersten Falles der Bovinen Spongiformen Enzephalopathie (BSE) in Deutschland müsse der Umgang mit der Krankheit neu geregelt werden. Mit dieser Forderung erinnert der Deutsche Bauernbund e.V. (DBB), Quedlinburg, an die Vorgänge am 26. November 2005. Auf der Grundlage konkreter wissenschaftlicher Ergebnisse und Gutachten könne der Schluss gezogen werden, dass es sich bei BSE nicht um eine Seuche, sondern vielmehr um eine Einzeltiererkrankung handele. BSE sei keine Infektionskrankheit und könne nicht von Tier zu Tier oder von Tierart zu Tierart übertragen werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes in dieser Woche. Daher könne sie auch nicht mit seuchenhygienischen Maßnahmen wie beispielsweise der Tötung ganzer Herden bekämpft werden. Vielmehr müssten neue Ansätze gefunden werden. Es sei bedauerlich, dass die damals entstandene Hysterie um BSE offenbar zielgerichtet aufrecht erhalten worden sei, um einen angeblich notwendigen Einstieg in eine neue Agrarpolitik zu rechtfertigen, heißt es weiter. (ED)
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