Bundesweit kauft der Erfassungshandel Weizen der neuen Ernte. Die Landwirte schließen einige Mengen ab. Auch für Roggen und Gerste kommt es zu Vorverkäufen. Ungebrochen hoch ist die Nachfrage nach Brotweizen. Sie reicht sogar bis zur Ernte 2012. Zugpferd ist der Export von den Hafenplätzen. In Nord- und Ostdeutschland sind die Landwirte nach den Erfahrungen aus der Ernte 2010 allerdings vorsichtig, weil sie oft Schwierigkeiten hatten, die geforderten Qualitätskriterien zu erfüllen. In West- und Süddeutschland, wo traditionell weniger vorverkauft wird, könnte das Interesse höher sein als in den Vorjahren, zeigt eine Umfrage der agrarzeitung (az).

Wer in dieser Woche verkauft hat, konnte nach az-Erhebungen für B-Weizen im Norden und Osten um die 230 €/t angeliefert Hamburg/Rostock, Basis Abrechnung September 2011, erzielen. Als Erzeugerpreise in Niedersachsen für diesen Termin sind 210 bis 215 €/t genannt. In Westdeutschland orientiert sich der Erfassungshandel an der Börse in Paris. Ex Ernte stellen große Erfassungshändler Erzeugerpreise in Aussicht, die rund 30 €/t unter der November-Notierung in Paris liegen. Am Oberrhein waren als Erzeugerpreise in dieser Woche 190 bis 200 €/t ex Ernte im Gespräch. In den süddeutschen Bundesländern bieten Erfassungshändler den Landwirten für B-Weizen frei Wasserlager um 200 €/ t netto, ex Ernte, zeigt die az-Umfrage weiter.

Für Gerste der Ernte 2011 liegen die Kaufideen auf der Großhandelsbasis zurzeit bei 198 €/t franko Hamburg. Futterroggen der neuen Ernte 2011 ist zu 188 €/t franko Hamburg im Gespräch. (az)
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