Primärstufe

Neues Agrarzentrum im Hunsrück eingeweiht


In Kastellaun wurden die Kapazitäten für Getreide kräftig aufgestockt.
-- , Werkfoto
In Kastellaun wurden die Kapazitäten für Getreide kräftig aufgestockt.

Am Sonntag hat die Raiffeisen Hunsrück in Kastellaun ein neues Agrarzentrum feierlich eingesegnet. Innerhalb von zwölf Monaten entstand der leistungsfähigste Standort in der Region. Getreide und Raps können nun mit modernster Technik und einer Annahmekapazität von 200 t/h erfasst und aufbereitet werden. Die neue Siloanlage mit einer Kapazität von 23.000 t und zwei Verladesilos wurden bereits Ende vergangenen Jahr fertiggestellt. Zusammen mit den vorhandenen Lagerkapazitäten verfügt die Genossenschaft am Standort Kastellaun nun über eine Lagerkapazität von rund 30.000 t für Getreide und eine Stückguthalle für 300 Palettenplätze.  
 
Parallel zu diesen Investitionen wurde auch die Verkaufsfläche des bestehenden Raiffeisenmarktes auf 800 m² verdoppelt. Die Gesamtinvestitionen für den Standort lagen bei rund 4,7 Mio. t und sind teilweise nach dem Marktstrukturgesetz bezuschusst und gefördert worden.
 
Aber auch die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG, Köln, hat dazu beigetragen, die Attraktivität des Standortes aufzuwerten. Die RWZ-Technikwerkstatt wurde auf mehr als 620 m² erweitert und modernisiert und erhielt eine neue helle Ausstellungshalle für Maschinen.  
 
Die Raiffeisen Hunsrück mbH ist die größte Genossenschaft im vorderen Hunsrück und deckt auf fünf Standorten mit 76 Mitarbeitern die Region vom Mittelrhein bis zur Nahe ab. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen mit 82,3 Mio. t einen etwas größeren Umsatz als im vorangegangenen Jahr. Mit 53,3 Mio. t war das Getreidegeschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund niedrigerer Lagerbestände allerdings knapp 8 Prozent kleiner als im Vorjahr. Nach den Baumaßnahmen in Kastellaun verfügt die Gesellschaft nun über Lagerkapazitäten von 69.000 t Getreide und Ölsaaten. Das größte Handelssegment ist der Energiesektor mit dem Absatz von 61.400 t flüssigen Brennstoffen und 11.800 t Holzpellets. Nach der Übernahme von externen Heizölgeschäften konnte der Mengenumsatz in diesem Bereich 2015 um etwa 12 Prozent gesteigert werden. (St)
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