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Die Erstattung von BSE-Testkosten für die bayerischen Landwirte hat sich geändert. Wie das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz, München, mitteilt, wird jetzt den bayerischen Landwirten direkt ein Pauschalbetrag von maximal 50 DM für jeden BSE-Test bei Schlachtrindern ausgezahlt. Damit will das Ministerium Mindererlöse ausgleichen, die den Landwirten auf Grund der BSE-Testkosten entstehen. Bisher war die BSE-Testkostenhilfe den Labors ausbezahlt worden. Diese hatten den Auftraggebern einen entsprechend geminderten Betrag in Rechnung gestellt.

Die EU-Kommission hat die bayerische Erstattung von BSE-Testkosten vorerst bis 31. März 2002 genehmigt. "Wir werden uns bei der EU-Kommission dafür einsetzen, dass unser Soforthilfeprogramm auch noch länger laufen kann", sagte der bayerische Landwirtschaftsminister, Eberhard Sinner. Zusätzlich zu dieser Kostenerstattung für den Landwirt finanziert Bayern die EU-Finanzhilfe für die Anschaffung von Testkits vor. Allein 2001 werde Bayern für die Testkostenhilfe mehr als 30 Mio. DM aufwenden, für 2002 sei ein ähnlich hoher Bedarf einzuplanen. (ED)
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