Neues Preismodell für Ethanolgetreide


Die Agrana AG, Wien, bietet Landwirten ein neue Verträge für Ethanolweizen der Ernte 2010 an. Das Bioethanolwerk in Pischelsdorf will für bis zu 100.000 t einen Preis  bezahlen, der sich zwischen Futter- und Mahlweizen bewegt. Agrana nimmt dabei eine Akonto-Zahlung vor oder leistet eine Anzahlung auf Basis des erwarteten Mahlweizen-Preises. Steht der Preis für Futter- und Mahlweizen fest, erfolgt eine Nachzahlung. Auch für Ethanoltriticale soll es neue Verträge geben. Sie basieren auf einer Akonto-Zahlung auf Basis der erwarteten Mahlweizen-Preise mit einem Abschlag von 10 €/t.

Das neue Vertragsmodell ersetzt das bisherige, welches sich an Qualitätsweizen orientierte. Dieses Preismodell war nicht marktkonform. Bei knappen Ernten stieg die österreichische Qualitätsweizennotierung überproportional, bei guten gab sie nicht ausreichend nach, teilte Agrana mit. In der Bioethanolanlage in Pischelsdorf werden jährlich bis zu 620.000 t Getreide zu 190.000 t Bioethanol verarbeitet. In Österreich gilt ein Beimischungsquote von Bioethanol zu konventionellem Benzin von 5 Prozent. Feste Lieferverträge für Bioethanol besitzt Agrana mit dem österreichischen Mineralölkonzern OMV. (da)
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