Neues Programm mit Auslöseschwelle

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Die Auslöseschwelle für den Ankauf von Kuhfleisch im neuen Herauskaufprogramm der EU-Kommission soll in Deutschland bei 177,744 Euro/100 kg (347,637 DM) liegen. Dies wurde am vergangenen Freitag in Brüssel im Verwaltungsausschuss Rindfleisch diskutiert. Dieser Preis basiert auf dem Verhältnis der Notierungen für Kuh- und Bullenfleisch in den Jahren 1997 bis 1999. Liegt in Deutschland der Preis für O3-Schlachthälften zwei Wochen lang unter 177,744 Euro/100 kg, können die Schlachthöfe Gebote für das neue Herauskaufgramm abgeben.

Nach dem bisherigen Herauskaufschema wird den Landwirten dagegen ein fester Preis von rund 170,- Euro/100 kg (332,49 DM) gewährt, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Im neuen Programm kann das Fleisch zwischengelagert und am Schluss verschenkt oder verkauft werden. Das finanzielle Risiko für die Lagerung tragen im Gegensatz zur normalen Intervention die Mitgliedstaaten. Die umfangreiche nationale Kofinanzierung im neuen Herauskaufgramm kritisierten zahlreiche Mitgliedstaaten im Verwaltungsausschuss Rindfleisch. Dennoch wird damit gerechnet, dass es am 16. März beschlossen wird. Deutschland muss sich dann entscheiden, ob es gleich das neue Programm anbietet, weil das alte dort noch nicht angelaufen ist. Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast begrüßt die Verwertungsmöglichkeit der Lebensmittel, ist aber gegen eine Verlängerung der Herauskaufaktion bis zum Jahresende, wie im neuen Schema vorgesehen. (Mö)
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