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Ein neues Gütesiegel der Ende Januar gegründeten Qualitätsgemeinschaft Fleisch und Wurst, Bonn, soll ab sofort einen höheren Sicherheitsstandard bei Schweinefleisch gewährleisten. Erstmals setzte die Qualitätsgemeinschaft in der Fleischproduktion eine spezielle Mengenflusskontrolle ein. Diese wurde vom Institut für Tierzuchtwissenschaft der Universität Bonn entwickelt wurde und habe sich in der Eierproduktion schon seit mehr als fünf Jahren bewährt. Sowohl die Erzeuger als auch alle weiterverarbeitenden Betriebe und der Handel seien verpflichtet, alle ein- und ausgehenden Mengen an das zentrale Rechenzentrum zu melden. Betrug sei dadurch fast ausgeschlossen. So wisse man genau, wie viele Ferkel am Anfang der Kette in einem Stall eingesetzt wurden und wie viel Futter sie bekommen haben. Daraus ergebe sich eine Fleischmenge, die dann bis in den Einzelhandel verfolgt werden könne. Versuche ein Betrieb, unkontrolliertes Fleisch einzuschmuggeln, falle dies sofort auf . Den Betrieben drohen hohe Vertragsstrafen und der Entzug des Siegels. Die Qualitätsgemeinschaft verlange zum Beispiel einen Verzicht auf Futterzusätze und Medikamente. Ebenso müssen sich alle Schlacht- und Zerlegebetriebe sowie die Transportunternehmen strengen Kontrollen unterziehen. Neben der permanenten Mengenflusskontrolle gebe es zusätzlich angemeldete und unangemeldete Tests durch unabhängige Prüfinstitute, die nach der international gültigen Norm EN 45011 akkreditiert sind. (ED)
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