Bayer AG

Neues soll Wachstum bringen


Höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung – gemessen am erzielten Umsatz – kündigte der Bayer-Vorstandsvorsitzende Dr. Marijn Dekkers am Dienstag in Leverkusen an. Die Entwicklung neuer Produkte sei entscheidend für den Erfolg in den Life-Science-Geschäften, betonte Dekkers. Ebenso bedeutend sei aber auch die Fähigkeit, Produkte zu vermarkten und Marktanteile zu gewinnen.

F&E in Zahlen
Die Bayer AG verfügt 2014 über ein Budget für Forschung und Entwicklung (F&E) in den Life-Science-Geschäften von 3,2 Mrd. €. Davon entfallen rund 70 Prozent auf das Gesundheitsgeschäft (Health Care) und rund 30 Prozent auf das Agrargeschäft (Crop Science). Insgesamt beschäftigt Bayer mehr als 13.000 Mitarbeiter in F&E. In beiden Geschäften wartet Bayer mit Innovationen auf. Crop Science hat zwischen 2000 und 2013 nach Angaben des Vorstandes 30 neue Wirkstoffe auf den Markt gebracht. (db)
„Wir sind eines der wachstumsstärksten Crop-Science-Unternehmen", sagte Dekkers. Bayer Crop Science steht nach seiner Aussage im Pflanzenschutz weltweit auf Platz zwei. Das Saatgutgeschäft liege derzeit auf Rang sieben und solle künftig weiter ausgebaut werden. In den kommenden Jahren soll die Forschungs- und Entwicklungspipeline sowohl für Pflanzenschutz als auch Saatgut weitere Marktinnovationen hervorbringen. Wenn die erforderlichen behördlichen Zulassungen vorliegen, rechnet Dekkers damit, dass die zwischen 2011 und 2016 neu eingeführten Produkte zusammen in der Spitze einen Umsatz von mindestens 4 Mrd. € erzielen.

Erfolg verspricht sich Bayer auch durch Gemeinsamkeiten auf dem Gebiet der Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze. Kemal Malik, im Vorstand der Bayer AG zuständig für Innovationen, verwies auf Erkenntnisse, die aus der Analyse des Erbgutes der verschiedenen Spezies stammen und interessante Ansatzpunkte für Forschungsprojekte bieten. Diese werden im Rahmen einer funktionsübergreifenden Zusammenarbeit im Bayer-Konzern vorangetrieben. Als ein Beispiel nannte Malik Nematizide, die Pflanzen vor im Boden lebenden Fadenwürmern schützen. Sie könnten darüber hinaus auch auch potenzielle Wirkstoffe gegen Wurmarten sein, die Nutz- und Haustiere befallen. (db)
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