Vier der neuen Weizensorten sowie alle anderen Neuzulassungen gehen in den Vertrieb der Saaten-Union.

Winterweizen

Moschus (E, Strube) sei Eliteweizen mit herausragender Vermarktungs- und Verarbeitungsqualität, so die Saaten-Union: Rohprotein 9, Fallzahl 9, Volumenbeute 8. Agronomisch überzeuge die Sorte mit einer einzigartigen Resistenzausstattung im Hinblick auf Fusarium (3), Septoria (3), Gelbrost (2) sowie Mehltau (1). Moschus eigne sich damit insbesondere für kostensparende und integrierte Anbauverfahren sowie für die Fruchtfolgestellung nach Mais.

Nordkap (A, Nordsaat) sei ein Ertragsstarker Qualitätsweizen mit höchster Kornprotein-Leistung und herausragender N-Verwertungseffizienz. Der standfeste Einzelährentyp besitze eine sehr gute Fuß- und Blattgesundheit (Halmbruch 3, Gelbrost 2, Mehltau 1). Qualitativ überzeuge die Sorte mit hohen Mehl- und Volumenausbeuten sowie vergleichsweise hohen Protein- und Kleberwerten. Z-Saatgut ist verfügbar.

Hyvento (A, Nordsaat) sei eine Hybridweizensorte mit A-Qualität und Spitzenergebnissen in der dreijährigen deutschen Wertprüfung (108,3 %). Erf verfüge über Ausgezeichnete Mahl- und Backqualität bei mittlerer Reife, guter Standfestigkeit und Gelbrostresistenz (2). Hyvento eigne sich besonders für Stressstandorte und als Stoppelweizen, wo die höhere physiologische Aktivität und hohe Wurzelleistung gefragt ist. Die Zulassung ist nach erfolgreicher Registerprüfung im Sommer 2016 vorgesehen.

Porthus (B, Strube) sei ein früher Backweizen mit Spitzenerträgen in allen drei WP-Jahren, 9 Prozent über VRS Colonia. Porthus besitze eine gehobene B-Qualität mit stabil hohen Fallzahlwerten, sei standfest, blattgesund und sehr ährengesund (Fusarium 3). Die Sorte eigne sich damit für alle Standorte und jede Fruchtfolge - auch als Stoppelweizen, vor Raps und nach Mais. Z-Saatgut ist verfügbar.

Winterroggen

SU Agroferm (Hybro): Diese wüchsige und frühe Hybridroggensorte sei speziell für die GPS-Nutzung zugelassen worden und zeichne sich durch eine hervorragende Blattgesundheit aus. Besonders vorteilhaft sei die größere Ernteflexibilität: Bei früherer Stärkeeinlagerung steigt der TS-Gehalt weniger schnell an als bei Vergleichssorten. So kann über eine längere Zeitspanne bei optimalen TS-Werten geerntet werden.

Traktor (P. H. Petersen): Dieser ertragsstarke Grünschnittroggen habe die stärkste Entwicklung vor Winter. Mit starker Bodendeckung im Herbst und guter Durchwurzelung fördere Trakror aktiv Erosionsschutz und konserviere Nährstoffe über Winter für mehr Bodenfruchtbarkeit. Höchste Trockenmasseerträge liefern wirtschaftliche Biomasse rechtzeitig vor der Maisaussaat.

Wintergerste

Kathmandu zz (Nordsaat) sei die Ertragreichste zweizeilige Wintergerste des Zulassungsjahrgangs 2016. Der Kornertrag liege 2 Prozent über der marktführenden Sorte. Die Anbausicherheit sei Dank mittelfrüher Reife hoch, bei stabilem Stroh und guter Blattgesundheit. Die Sorte könne uneingeschränkte für alle Anbauregionen empfohlen weren, vorzugsweise für mittlere bis bessere Böden.

Neue Sommerungen

Mit den neu zugelassenen Maissorten Susetta (S220 / K 240) zur Silomaisnutzung, der frühen Hybride Sumatra DS1398A (S220) und dem mittelspäten Allround-Talent Supiter DS1439B (S 260 / K 250) biete die Saaten-Union dem Landwirt für jede Nutzungsrichtung neue, starke Maissorten für maximale Leistung an.

Die Ölrettichsorte Angus sowie die drei neuen Gelbsenfsorten Clint, Katina und Classic des Züchters P. H. Petersen Saatzucht Lundsgaard GmbH komplettieren das Programm der Saaten-Union für Zwischenfrüchte.

Bereits im Dezember 2015 sei das große Spektrum leistungsfähiger Ackerbohnen des Saaten-Union Gesellschafters Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG um die Sommerackerbohne Ttiffany erweitert worden. (az)
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