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Die Bundesanstalt für Viruserkrankungen der Tiere in Tübingen hat gestern einen weiteren BSE-Verdacht aus Schleswig-Holstein bestätigt, wie das Kieler Landwirtschaftsministerium mitteilt. Damit hat sich die Zahl der schleswig-holsteinischen BSE-Fälle auf neun erhöht. Die betroffene rotbunte Milchkuh wurde im September 1996 geboren und war seitdem im selben Bestand geblieben. Ende Mai diesen Jahres fiel das Tier durch Nervosität, Unsicherheit und Schreckhaftigkeit auf. Diese Symptome deuteten auf BSE hin. Das Tier wurde daraufhin im Tierärztlichen Institut Göttingen wissenschaftlich untersucht und medikamentös behandelt, um mögliche andere Krankheiten auszuschließen. Nach der Tötung jedoch habe das Referenzlabor Tübingen gestern den Verdacht bestätigt. In dem betroffenen Bestand mit rund 300 Rindern werden 55 Rinder der Geburtskohorte getötet, wie das Ministerium weiter mitteilte. Einen Überblick über die BSE-Situation in Deutschland können Sie sich hier verschaffen. (ED)
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