Die neuseeländische Regierung plant eine Änderung des Milchmarkt-Strukturgesetzes. Der Einfluss des Molkereiunternehmens Fonterra soll eingegrenzt werden. Fonterra ist quasi Monopolist am neuseeländischen Markt. Die Genossenschaft soll künftig per Gesetz dazu verpflichtet werden, die Kriterien der Preisbestimmung offenzulegen, berichtet das Agrarische Informationszentrum (AIZ), Wien. Zudem ist geplant, dass Fonterra künftig bis zu 5 Prozent der jährlich erfassten Rohmilchmenge konkurrierenden Unternehmen zur Verfügung stellen muss. Bisher beträgt diese Obergrenze knapp 4 Prozent der Milchmenge. Die Regelung soll ein Mindestmaß an Wettbewerbsfreiheit auf dem neuseeländischen Milchmarkt gewährleisten, der zu 96 Prozent in den Händen von Fonterra liegt.

Fonterra kritisierte die Pläne scharf. Das Unternehmen rechnet mit zusätzlichen Kosten. Vorstand und Aufsichtsrat warnten außerdem, das Gesetz begünstige Milchverarbeiter in ausländischer Hand, die sich preiswert mit neuseeländischer Rohmilch versorgen könnten, die Gewinne aber ins Ausland transferierten. (az)
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