Nibulon baut in der Ukraine aus


Einer der führenden ukrainischen Getreideexporteure erhält einen Kredit für neue Kapazitäten. Die Logistik zum Schwarzen Meer soll effizienter werden.

Die Nibulon Ltd., Mykolajiw, hat von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) eine Kreditzusage für bis zu 125 Mio. US-$ erhalten. Wie die Bank in dieser Woche mitteilt, vergibt sie direkt Mittel von 30 Mio. US-$ und sichert weitere Kredite bis zu 95 Mio. US-$ ab, die Nibulon über Geschäftsbanken beantragen kann.

Nach Angaben der EBRD soll Nibulon für die kommenden drei Vermarktungsjahre ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung haben, um Investitionsvorhaben fortzuführen. Dazu gehört der Ausbau der Getreidelagerkapazitäten und der Transportlogistik entlang des Dnjepr, der wichtige Anbaugebiete in der Ukraine mit den Exporthäfen am Schwarzen Meer verbindet. Getreidesilos und Umschlagskapazitäten sollen außerdem an Binnenstandorten entstehen.

Nibulon betreibt bereits in 13 Regionen der Ukraine 23 Getreidelagerstätten. Die Kapazität beträgt insgesamt 1,5 Mio. t. Die EBRD begründet das öffentliche Interesse an einer Förderung damit, dass Nibulon als einziges ukrainisches Unternehmen am Nahrungsprogramm der Vereinten Nationen (UN) teilnimmt und damit zur globalen Ernährungssicherung beiträgt.

Nibulon ist vor 21 Jahren gegründet worden und hat sich zu einem stark diversifizierten Konzern entwickelt. Unter dem Dach einer Holding befinden sich zahlreiche Agrarunternehmen mit Ackerbau und Tierhaltung. Im internationalen Getreidehandel gehört Nibulon zu den größten ukrainischen Unternehmen. (db)
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