Niederländer wollen wichtiges EU-Ressort


Die EU-Staats- und Regierungschefs haben den belgischen Ministerpräsidenten Herman Van Rompuy zum ständigen Ratspräsidenten und Catherine Ashton als Außenbeauftragte gewählt. Nun richten sich die Augen in Brüssel auf die personelle Zusammenstetzung der neuen EU-Kommission. Noch rund fünf EU-Mitgliedstaaten müssen in den kommenden Tagen einen Kandidaten für die neue EU-Kommission benennen. Dazu gehören auch die Niederlande. Nachdem die Niederländer auf dem EU-Gipfel am Donnerstagabend ihren Ministerpräsidenten Peter Balkenende als EU-Ratspräsidenten nicht durchsetzten konnten, werden sie als Ausgleich einen bedeutenden Posten in der Kommission anstreben.

Der ehemalige niederländische Agrarminister Cees Veerman ist weiterhin im Gespräch für das Landwirtschaftsressort. Die amtierende Landwirtschaftsministerin in Den Haag, Gerda Verburg, soll dagegen keine Ambitionen haben. Auch Irland ist daran interessiert, einen Nachfolger von EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel zu benennen. Außerdem kommen bisherige Kommissare in Frage, die weitermachen möchten. In der Brüsseler Gerüchteküche wurde in dieser Woche der lettische Energiekommissar Andris Piebalgs als möglicher EU-Agrarkommissar genannt. (Mö)   
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