Die niederländische Landwirtschaft kalkuliert 2011 teilweise scharfe Einkommensverluste. Milcherzeuger allerdings konnten ihre Gewinne spürbar steigern. Die Steigerung der Produktpreise um 2 Prozent kann die Preissteigerung für Betriebsmittel um insgesamt 5 Prozent nicht ausgleichen, hat das agrarökonomische Institut (LEI) für 2011 ausgerechnet. Nach Betriebszweigen war die Situation jedoch unterschiedlich.
 
Für Milcherzeuger konnten steigende Milchpreise nach Berechnungen der Agrarökonomen die Kosten mehr als decken, so dass die Einkommen höher als im Vorjahr waren. Auch die Schweinehalter konnten ihre Gewinne geringfügig steigern. Hingegen brachen den Legehennehaltern mit den fallenden Preisen für Eier die Einnahmen weg. Die Branche hat erhebliche Verluste eingefahren, so die LEI-Experten. Dabei sind die Preise für Käfigeier noch stärker verfallen als die Preise für Eier aus Freilaufhaltung. 

Die Einkommen der Ackerbauern haben ebenfalls unter den stark fallenden Produktpreisen gelitten. Das gilt insbesondere für die Kartoffel- und Zwiebelerzeuger. Lediglich die Erzeuger von Stärkekartoffeln kamen mit stabilen Gewinnen durch das Jahr 2011. Nachgebende Preise belasten die Bilanzen der niederländischen Gewächshaus-Betriebe. Besonders stark getroffen sind die Gemüseerzeuger durch die EHEC-Krise. Aber auch die Erzeuger von Blumen und Zierpflanzen blieben nicht verschont. (brs) 
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