Niederländische Milcherzeuger in der Klemme

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Die Milchviehalter in der Niederlanden benötigen Unterstützung, um ihre Liquidität zu sichern. Hilfe fordert der nationale Bauernverband LTO vom Agrarministerium in Den Haag sowie der EU-Kommission in Brüssel. Die Arbeitsgruppe Milchviehhaltung des Verbandes sei in großer Sorge um den Sektor, heißt es in einer Pressemitteilung. Innerhalb kurzer Zeit habe sich der Milchpreis nahezu halbiert und sei aktuell unter 25 Cent gefallen. Der Verband bezeichnet die Situation der Erzeuger als "dramatisch". Der Vorsitzende der LTO-Milcharbeitsgruppe Siem-Jan Schenk drängt auf die vorzeitige Auszahlung der EU-Direktzahlungen bereits im August statt im Dezember. Nur so könnten die Vorräte für den Winter bezahlt werden. Auch müssten neue Verwertungsmöglichkeiten für Milchprodukte geprüft werden. Beispielsweise könne Magermilchpulver mit finanzieller Unterstützung des Staates an Kälber verfüttert werden, empfiehlt Schenk. Außerdem fordert er, die Intervention für Butter und andere Milchprodukte zu verlängern, bis sich die Marktverhältnisse bessern. (jst)
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