In den Niederlanden setzt sich der Aufwärtstrend der Agrarexporte fort. Jetzt wollen die Handelsunternehmen am süddeutschen Markt stärker Fuß fassen. Der Gesamtwert der niederländischen Agrarausfuhren hat 2011 rund 72,8 Mrd. € und damit 9 Prozent mehr als im Vorjahr erreicht. Nach Zahlen aus dem Agrarministerium in Den Haag gehen 26 Prozent der niederländischen Exporte nach Deutschland, das damit der mit Abstand wichtigste Handelspartner ist. Zugelegt hat 2011 der Wert der niederländischen Exporte von Käse, Rindfleisch und Geflügelfleisch, wogegen die Obst- und Gemüseexporte deutlich unter der Ehec-Krise gelitten haben.

Die niederländische Agrar- und Ernährungswirtschaft sieht in Deutschland noch Potenzial  für einen höheren Absatz. Bislang konzentrieren sich die Exporte auf die angrenzenden Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. In Süddeutschland ist der Marktanteil viel geringer. Um auch dort Fuß zu fassen, wollen sich die Niederländer mit nachhaltigen Produktionsmethoden und hohen Qualitätsstandards profilieren. Direkte Investitionen in der Region und die Zusammenarbeit mit deutschen Partnern könnten dabei behilflich sein. Entsprechende Kontakte will das Ministerium auch auf der Grünen Woche in Berlin knüpfen. (az)
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