Die frostige Witterung zu Jahresbeginn hat auf den niedersächsischen Äckern große Schäden hinterlassen. Betroffen ist vor allem Winterweizen. 14 Tage Kahlfrost Anfang Februar zerstörten das Bild bei Winterweizen und Wintergerste in vielen Landesteilen Niedersachsens, teilte der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) in Hannover mit. Insgesamt mussten 25 Prozent der im Herbst 2011 ausgesäten Winterweizenflächen umgebrochen werden, bei Wintergerste waren es den Angaben zufolge landesweit 17 Prozent. Winterraps sei nicht großflächig erfroren. In den Boden kamen in diesem Frühjahr vorzugsweise Sommerweizen, Sommergerste und Körnermais. Auf Leguminosen sei nicht ausgewichen worden; diese Flächen sind laut LSKN zufolge weiter rückläufig.

Als „Glück im Unglück" sei einzuschätzen, dass Sommerweizen und -gerste sehr früh und trocken in den Boden kamen und damit recht gute Chancen auf eine normale Entwicklung hätten. Insgesamt gibt es nach Einschätzung des LSKN kaum Hoffnung auf eine große Getreideernte in Niedersachsen, da die ertragsstarken Regionen überproportional von der Auswinterung betroffen seien. (az)
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