Niedersachsen erwartet wenig Roggen


Die Getreideernte in Niedersachsen wird aus heutiger Sicht um 11 Prozent kleiner ausfallen als im Vorjahr. Besonders kräftig sind die Einbußen bei Roggen und Sommergerste. Auf ziemlich genau 6,0 Mio. t schätzt das Statistische Landesamt in Hannover die niedersächsische Getreideernte 2010 ohne Mais. Darunter befinden sich etwa 3,5 Mio. t Weizen, von dem etwa 4 bis 5 Prozent weniger als im Vorjahr gedroschen wird. Die Roggenernte 2010 schätzen die Landesstatistiker auf nur 670.000 t und damit 30 Prozent kleiner als im Vorjahr. Noch größer ist der prozentuale Rückgang für Sommergerste mit fast 36 Prozent. Hier steht vermutlich nur eine Erntemenge von etwas mehr als 150.000 t an. Dagegen ist Wintergerste mit einer Menge 2010 von etwa 1,2 Mio. t offenbar noch glimpflich davon gekommen. Die Einschränkung der Erntemenge um etwa 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr beruht überwiegend auf einer Flächeneinschränkung.

Die niedersächsische Rapsernte schätzt das Landesamt auf knapp 500.000 t und damit um etwa 11 Prozent kleiner als im Vorjahr.

Georg Keckl von der Statistikbehörde betont, dass die Zahlen Druschergebnisse bis Mitte dieser Woche berücksichtigen. Damit gäben sie die aktuelle Erwartung wider. Er weist jedoch aus seinen Erfahrungen darauf hin, dass in Trockenjahren oft die Schätzung im Juli am niedrigsten war, weil zu diesem Zeitpunkt zunächst die Ergebnisse der geschädigten Felder und Regionen eingehen. Im August könnten dann in Niedersachsen Ergebnisse von guten Standorten in der Marsch und auf Lößböden zu einem insgesamt besseren Ergebnis führen. (db)
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