Die Überschreitungen von Höchstgehalten an dioxinähnlichen Substanzen in Eiern im Landkreis Aurich sind ein lokales Ereignis. Die Untersuchungen zur Eintragsquelle dauern an.  Befunde aus acht Legehennenbetrieben in der Nachbarschaft der betroffenen Eiererzeuger sind ohne Ausnahme unauffällig, informiert das Landwirtschaftsministerium in Hannover. Die gefundenen Werte hätten mit 0,28 bis 2,16 picogramm (pg) pro g Eifett deutlich unter dem zulässigen Höchstwert von 5 pcg/g gelegen. "Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass ein größeres regionales Ausmaß der Belastungen offenbar ausgeschlossen werden kann", sagte Landwirtschaftsminister Gert Lindemann. Weitere Ergebnisse aus den Untersuchungen von Böden, Einstreu und Baumaterialien werden zum Ende der laufenden Woche erwartet.

Im Gegensatz zum Dioxin seien die Ursachen für Einträge von dioxinähnlichen Substanzen (dl-PCB) in Lebensmittel bisher nicht vollständig geklärt. Daher werde Niedersachsen auf der bevorstehenden Agrarministerkonferenz in dieser Woche einen Beschlussvorschlag einbringen, um die Ursachenermittlung zu verbessern. Dazu sollen das bundesweite Monitoring erweitert und Daten aus dem nationalen Rückstandskontrollplan in die Auswertung einbezogen werden. (az)   
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