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Niedersachsen hat als größtes Agrarland Deutschlands eine Spitzenposition bei den nachwachsenden Rohstoffen und der Bioenergie. In keinem anderen Bundesland wird mehr erneuerbarer Strom aus Biomasse erzeugt. Diese Position könne auf Dauer nur gehalten werden, wenn die in Niedersachsen vorhandenen Strukturen und Kompetenzen im Bereich der Nachwachsenden Rohstoffe und der Bioenergie intelligent miteinander verknüpft werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums in Hannover. Deshalb werde vom niedersächsischen Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen ein Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe in Werlte am heutigen 2.Juni aus der Taufe gehoben.

Die Gründung des neuen Netzwerkes erfolge anlässlich der Übergabe neuer Räumlichkeiten der Gemeinde Werlte im Emsland an das Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe, NaRo.Net. Das Netzwerk habe die Funktion eines Daches und werde die verschiedenen Aktivitäten im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe und der Bioenergie in Niedersachsen verknüpfen. Unter dem Dach dieses Netzwerkes habe das Versuchswesen, neben der Forschung und Lehre, dem Internet sowie der Fachinformationsstelle Bioenergie Niedersachsen in Göttingen, BEN, und dem Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe in Werlte, NaRo.Net, Platz. Ein sehr wichtiger Schritt, die knappen Mittel Niedersachsens effektiv einzusetzen, sei auch in der strukturellen und personellen Verbindung von NaRo.Net mit BEN zu sehen. Auf diese Weise würden für die Arbeit vor Ort wichtige Synergieeffekte genutzt.

Das neue Netzwerk werde als Abkürzung den knappen Namen 3N erhalten und seinen Sitz in Werlte bei NaRo.Net haben. NaRo.Net werde für 3N die Geschäftsführung übernehmen. 3N solle für Niedersachsen die zentrale Anlaufstelle für nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie sein und durch eine gute Netzwerkstruktur wichtige Synergien ermöglichen. Die Gründung eines 3N e.V. sei ebenfalls geplant, damit sich die Wirtschaft und Verbände aus diesem Sektor engagieren könnten. (ED)

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