Gewässerschutz

Niedersachsen steht in der Pflicht

„In fast der Hälfte der Grundwasserkörper in Niedersachsen liegt der Nitratwert an mindestens einer Messstelle über dem zulässigen Wert von 50 Milligramm pro Liter. Oft leider mit steigender Tendenz. Die EU-Kommission erwartet von Niedersachsen daher zu Recht besondere Anstrengungen zur Nitratreduktion zum Schutz des Grundwassers“, sagte Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz am Montag in Hannover.

Aus Brüsseler Sicht wurde in den vergangenen Jahren nicht genug für die Reduzierung der Nitratbelastung getan. Mitte Juli hatte die EU-Kommission Deutschland deshalb mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gedroht, sollten nicht schnellstens Maßnahmen zur Verringerung der Nitratbelastung ergriffen werden.
 
Kottwitz betonte, dass die Nitratwerte regional und sogar in der viehstarken Region Cloppenburg/Vechta gesunken seien. „Jetzt besteht die Herausforderung darin, in ganz Niedersachsen weitere Regeln zum Schutz des Grundwassers zu formulieren. Dazu gehören längere Sperrfristen zur Ausbringung von organischen Wirtschaftsdüngern und die Erweiterung der Lagerkapazität im Betrieb für organische Wirtschaftsdünger.

Zudem müssen alle landwirtschaftlichen Betriebe einen verbindlichen Nährstoffvergleich auf Berechnungsbasis der Hoftor-Bilanz abliefern Es gibt Strafen, wenn die Obergrenzen nicht eingehalten werden. Diese Forderungen werden auch mit der geplanten Novelle der Düngeverordnung bundesweit gelten. Die Novelle liegt derzeit zur Abstimmung den zuständigen Bundesministerien vor. (da)
stats