Niedersachsen weist Vorwürfe zurück


Bundesagrarministerin Ilse Aigner beharrt im neuen Dioxin-Verdachtsfall auf personelle Konsequenzen in Niedersachsen. Der niedersächsische Agrarstaatssekretär Friedrich-Otto Ripke will weiterarbeiten. In einem kurzen Pressestatement forderte Agrarministerin Aigner am Samstagabend in Berlin den niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister erneut dazu auf, personelle Konsequenzen aus den aktuellen Vorfällen in Niedersachsen zu ziehen. Die Ministerin wurde heute informiert, dass ein niedersächsischer Futtermittelhersteller nicht alle Betriebe mitgeteilt hatte, die er beliefert hatte. 

In Regierungskreisen Niedersachsens löste das Ultimatum Kopfschütteln aus. Aigner stehe unter Druck und wolle offensichtlich davon ablenken, hieß es. Medienberichte zitieren Ripke mit den Worten: "In schwierigen Situationen muss ruhig entschieden werden. Das erwarte ich auch vom Bundeslandwirtschaftsministerium." Ripke ist in Niedersachsen für das Krisenmanagement zuständig. Über den neuerlichen Fall sei er nicht erfreut, werde aber eine saubere Abwicklung im Sinne des Verbraucherschutzes weiter betreiben. "Ich arbeite weiter", sagt Ripke, der sich an der politischen Debatte nicht beteiligen wolle. (da)

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