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Um den Schutz vor der Einschleppung der Geflügelpest auf höchstmöglichem Niveau zu stabilisieren, hat sich der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen für eine dementsprechende Eilverordnung des Bundes ausgesprochen. Die in der geänderten Fassung vom 16. Mai 2003 unverändert geltende niedersächsische Geflügelpest-Verordnung könne Berlin vor dem Hintergrund des Geschehens in Südostasien als Vorbild für eine Eilverordnung des Bundes betrachten, empfiehlt Ehlen laut einer Pressemitteilung seines Ministeriums.

Die Anzeigepflicht vermehrter Todesfälle in einem Bestand, als wichtiger Indikator eines möglichen Seuchengeschehens, sei zum Beispiel in der niedersächsischen Verordnung bereits verankert, darüber hinaus auch eine Vielzahl von Sicherheitsvorkehrungen. So müssten beispielsweise Halter von Hühnern, Perl- und Truthühnern sowie Enten und Gänsen sicherstellen, dass keine betriebsfremden Personen die Haltungen betreten können und dass Schuhreinigungs- und Desinfektionseinrichtungen vorhanden sind. Wer mehr als 100 Tiere halte, müsse zusätzlich optisch das "Unbefugte Betreten" verbieten, ausreichend Schutzkleidung/Einwegkleidung für Befugte vorhalten und eine besondere Bestandsdokumentation führen. Außerdem müsse eine lückenlose "Besucherliste" geführt werden, die mit der Ein- oder Ausstallung oder Futtermittellieferung beschäftigten Personen/Betriebe/Händler chronologisch dokumentiert. Der komplette niedersächsische VO-Text könne unter www.laves.niedersachsen.de eingesehen werden. (ED)

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