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Der Milchmarkt in Niedersachsen entwickelte sich im 1. Halbjahr gegen den Bundestrend. Während bundesweit die Milchproduzenten etwas mehr Milch an die Molkereien lieferten, erhielten die Verarbeitungsunternehmen in Niedersachsen etwas weniger Rohstoff, berichtet der Landvolk-Pressedienst (LPD), Hannover. Nach einer Zusammenstellung der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) hätten die 43 Molkereien zwischen Ems und Elbe von Januar bis Ende Juni insgesamt 2,53 Mio. t Milch bei ihren Lieferanten abholt, 4 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bundesweit dagegen sei die Anlieferungsmenge des Vorjahres mit 14,16 Mio. t um rund 2,4 Prozent überschritten worden. Analog zu der schmaleren Rohstoffbasis zeigten auch die Produktionsdaten in Niedersachsen einen abnehmenden Trend auf. Dies treffe für Frischprodukte ebenso zu wie für Butter und Käse.

Ebenfalls gegen den Bundestrend, aus Erzeugersicht aber durchaus erfreulich, entwickelte sich laut LPD der Milchauszahlungspreis. In Niedersachsen sei für Milch mit 3,7 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß ab Hof mit 26,01 Cent/kg nahezu der identische Preis wie im Vorjahr (26,02 Cent/kg ) gezahlt worden. Im Bundesdurchschnitt habe der Preis im 1. Halbjahr mit 27,09 Cent/kg immer noch etwas höher gelegen als im Vorjahreszeitraum. Dem LPD zufolge nahm er aber leicht ab. (ED)

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