Niedersächsische Fleischsendung in Großbritannien aufgefallen

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Eine Rindfleischsendung aus einem niedersächsischen Schlachtbetrieb ist in einem britischen Zerlegungsbetrieb am vergangenen Donnerstag wegen nicht vollständiger Entfernung des Rückenmarks bei zwei Vordervierteln beanstandet worden. Dies teilte gestern der niedersächsische Landwirtschaftsminister Uwe Bartels mit. Der Schlachtbetrieb habe das Ministerium am vergangenen Freitag von dem Vorfall unterrichtet.

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium habe sofort nach dieser Meldung Kontakt mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium aufgenommen und eine exakte Falldokumentation einschließlich Fotografien der beanstandeten Teile erbeten. Zudem verfügte das Ministerium in Hannover am Freitag, dass die Rinderschlachtungen in dem betreffenden Betrieb solange untersagt werden, bis die Beseitigung des spezifizierten Risikomaterials absolut sichergestellt ist. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels wies darauf hin, dass die EU-Kommission zurzeit nicht bereit sei, die fleischhygienerechtliche Vorschrift zu ändern, nach der Tierkörper von älteren Rindern in der Wirbelsäule längsgespalten werden müssen. Das von ihm initiierte Projekt zur Änderung der Schlachttechnik weise den richtigen Weg. (ED)
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