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Regional fehlte es im Frühjahr an Niederschlägen. Der Regen der vergangenen Tage hat aber großflächig für Entspannung gesorgt, berichten die Korrespondenten der Agrarzeitung in der heutigen Ausgabe. .

Leichte Trockenschäden sind in Schleswig-Holstein im ostholsteinischen Oldenburg festzustellen. Mit den erwarteten Regenfällen dürften die Ertragsausfälle nach Meinung von Ackerbauexperten jedoch gering ausfallen. Insgesamt sehen die Bestände an den Küstenstandorten gut aus. Auf den leichten Standorten in Mecklenburg-Vorpommern wird dagegen für die kommenden Tage dringend Regen benötigt.

Im Nordwesten zeichnen sich nur auf den ganz leichten Standorten Trockenschäden ab. Auch der Mais hat dort ebenso wie im Westen wieder gute Wachstumsbedingungen. In Westfalen zeichnen sich allerdings auf den leichten Sandböden Trockenschäden bei den Hauptkulturen, besonders bei Weizen, ab. Im Rheinland wird nicht mehr mit einer Spitzenernte beim Weizen sondern nur mit einer leicht überdurchschnittlichen Ernte gerechnet. Zuckerrüben zeigen bisher keine ertragsrelevanten Schäden. In Hessen und im Südwesten kam der Regen noch ausreichend für den Weizen und den Mais. In Rheinland-Pfalz zeichnet sich auf den leichten Böden in den südlicheren Landesteilen eine unterdurchschnittliche Ernte ab. Am Oberrhein wird im mittleren Landesteil Badens mit deutlicheren Einbußen bei Getreide gerechnet.

In Brandenburg, Sachsen und Thüringen haben die Niederschläge der vergangenen Woche und die nun angekündigte wechselhafte Witterung die ohnehin noch nicht extremen Sorgen um die Entwicklung des Maises und der Zuckerrüben überwiegend verscheuchen können.

Noch vor wenigen Tagen gab es bei etlichen Landwirten nördlich der Donau besorgte Gesichter. Besonders Sommergerste und Winterweizen auf flachgründigen Böden ließen erste Anzeichen von Blattverfärbungen bis hin zu vorzeitigem Abreifeprozess erkennen. Nicht wenige Beobachter hatten die Hoffnung auf eine gute Ernte in den leichteren Gebieten bereits aufgegeben. Gerade noch rechtzeitig sind aber jetzt die Niederschläge in den kritischen Trockenlagen Bayerns und Württembergs gefallen. Im nördlichen Württemberg, in Franken und der Oberpfalz werden inzwischen sogar wieder überdurchschnittliche Erträge erwartet. (ED)

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