Zwischenbilanz

Niedrige Agrarpreise belasten Baywa

Die Baywa AG hat die ersten neun Monaten 2016 einen Umsatz von 11,4 Mrd. € eingefahren, nach 11,1 Mrd. € ein Jahr zuvor. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wird mit 85,4 (Vorjahr: 82,7) Mio. € angegeben. „Das internationale Obstgeschäft und die weltweiten Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien konnten die weiterhin schwierigen Entwicklungen an den Agrarmärkten auffangen und dafür sorgen, dass das Ergebnis nach neun Monaten leicht über dem des Vorjahres liegt", so Baywa-Chef Klaus Josef Lutz am heutigen Donnerstag in München.

National und international waren die Agrarmärkte laut Lutz hingegen vor allem von weiter fallenden Erzeugerpreisen geprägt, begleitet von zunehmendem Margendruck, geringerer Abgabebereitschaft der Erzeuger sowie Zurückhaltung der Landwirte beim Kauf von Dünger, Pflanzenschutz und Technik. Als weiteres Beispiel für die schwierige Agrarmarktentwicklung nannte er das außergewöhnlich volatile Handelsgeschäft mit Soja. Auch Baywa habe sich dieser Entwicklung nicht entziehen können, sodass es im Segment Agrar nach neun Monaten zu einem Ebit-Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gekommen sei. Aufgrund der angespannten Situation im Agrarumfeld werde es herausfordernd bleiben, an das Vorjahresergebnis anzuknüpfen.

„Neben einer weiterhin positiven Entwicklung vor allem bei den erneuerbaren Energien und beim Obst sehen wir bereits jetzt auch im Agrarbereich gute Anzeichen dafür, dass sich das Agrarhandelsgeschäft im nächsten Jahr wieder verbessern wird", so Lutz mit Blick auf das Jahr 2017. Er führte als Beispiel die steigenden Erzeugerpreise für Milch und Fleisch in Deutschland an, die die Nachfrage nach Betriebsmitteln und Landtechnik wieder beleben werde. Außerdem nehme die Vermarktung von Getreide und Ölsaaten wieder zu. Im internationalen Agrarhandel wolle Baywa die Profitabilität im eigenen Handelsnetzwerk stärken und Chancen durch die weitere Marktkonsolidierung nutzen. (HH)
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