Mehrnährstoffdünger

Niedrige Energiekosten stützen Yara


Die Yara International ASA, Oslo, blickt auf einen reigonal unterschiedlichen Verlauf des Frühjahrsgeschäftes zurück. Rückläufg war in Europa der Absatz von Nitratdüngern wie Kalkammonsalpeter (KAS). Die Saison hatte zwar früh begonnen und entsprechend früher geendet, heißt es im heute vorgelegten Zwischenbericht. Im 1. Quartal bedienten sich die Agrarhändler zunächst aus Lagerbeständen. Das Geschäft im 2. Quartal blieb unter den Erwartungen, weil durch den milden Winter die Pflanzen schon weit entwickelt waren und Düngemaßnahmen vorgezogen wurden.

Energiekosten gesunken

Insgesamt profitierte der norwegische Hersteller von niedrigen Gaspreisen. Damit konnte die relative Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Ammoniak- und Harnstoff-Anlagen von Yara wesentlich verbessert werden, heißt es im Bericht. Die vor einigen Jahren immer weniger nachgefragten Mehrnährstoffdünger erleben derzeit einen Aufschwung. Vor allem in Überseeregionen sind die NPK-Sorten gefragt. Für Ende 2015 kündigte CEO Jørgen Ole Haslestad heute den Ausbau der NPK-Kapazität in der finnischen Fabrik Uusikaupunki um 250.000 t an.

Die weltweiten Düngemittellieferungen werden von einem starken Geschäft in Brasilien getragen. Ohne dieses Land ist jedoch der globale Absatz um 17 Prozent gesunken, vor allem in Europa. Auch war KAS teurer im Vergleich zu Harnstoff. Im Durchschnitt lag der KAS-Preis in Deutschland bei 349 (Vorjahr: 337) US-$/t. Dagegen sank der Kurs für geprillten Harnstoff im 1. Halbjahr 2014 fob Schwarzmeer um rund 50 auf 319 US-$/t.

Für die Zeit von Januar bis Juni 2014 veröffentlicht Yara einen Umsatz von rund 45 Mrd. NOK. Das Ebitda erreicht im 1. Halbjahr 2014 knapp 8 Mrd. NOK.  (da)
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