Niedrige Stickstoffgehalte im Boden


Die ersten Bodenuntersuchungen von landwirtschaftlichen Flächen weisen regional niedrige Werte von Stickstoff und Schwefel aus. Die hohen Düngerpreise veranlassen Landwirte zu exakten Düngergaben. Die Ergebnisse über die Nmin- und Smin-Werte von landwirtschaftlichen Kulturen weichen in diesem Jahr voneinander ab. Während in Ostdeutschland überwiegend niedrige Nmin- und Smin auf Getreideflächen gemessen wurden, bewegen sich die Werte in Norddeutschland mehr im Durchschnittsbereich der vergangenen Jahre. Insgesamt überwiegen die niedrigen Bodenwerte von Stickstoff und Schwefel. Pflanzenbauberater raten Landwirten bei der Düngekalkultion den Entwicklungsstand der Pflanzen nach dem Winter mit einzubeziehen. Bei einer knappen bis nur mittleren Entwicklung empfehlen Düngeberater, nicht zu schwach anzudüngen. Die Düngung bei Gerste bewege sich hier zwischen 50 bis 70 kgN/ha und bei Weizen bis zu 80 kgN/ha.

Bei Raps fallen die Nmin-Werte teilweise hoch aus. Die höheren Werte resultieren überwiegend aus der abgestorbenen Blattmasse durch Abfrieren. Diese Pflanzenteile geben durchaus Stickstoff frei, der im Nmin-Wert enthalten ist und den Pflanzen zur Verfügung stehe. Einen Zuschlag bei der N-Bedarfsermittlung sollten deshalb nur Rapspflanzen mit geringem Wurzelwerk erhalten.

Insgesamt haben auf Grund der hohen Düngerpreise sehr viele Landwirte Bodenproben durchführen lassen. Entsprechend der Ergebnisse wird die Düngestrategie mit geteilten N-Gaben und dem Einsatz effizienter Stickstoffdünger ausgerichtet. (da)
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